Homer Simpson begeistert seit vielen Jahren Groß und Klein.
Aufbrausend bis leicht cholerisch sagt er geradeaus, was er denkt. Er ärgert sich ständig über Kleinigkeiten und legt gefühlt nicht viel Wert auf die Meinung und den Rat anderer.
Trifft man im Berufsleben auf so einen Kommunikationspartner, hält sich die Begeisterung in Grenzen.
Wir sagen aber: Auch mit Homer Simpson lässt sich effektiv kommunizieren. Versuche es doch gleich mit unseren Tipps.
Das DiSG Kommunikationsmodell
Das DiSG-Kommunikationsmodell besagt, dass Menschen nach vier verschiedenen Mustern kommunizieren – je nach ihrem individuellen Typ: stetig, initiativ, gewissenhaft oder dominant.
Auch wenn immer der Gesprächspartner, der einem gerade gegenüber sitzt, die größte Herausforderung darstellt – die dominanten Partner:innen bleiben uns doch meist besonders unangenehm im Gedächtnis. Warum ist das so?
Dominante Gesprächspartner:innen
- sprechen geradeheraus und wollen Gespräche ohne viel herumreden schnell auf den Punkt bringen – das wird leicht als unhöflich wahrgenommen
- sind direkt und sehr ehrlich – was manchmal als zu ehrlich wahrgenommen wird!
- fokussieren sich auf Lösungen, nicht auf Probleme – über die wollen sie auch meist nicht lange reden
und ja, das mit dem Aufbrausendsein… auch das ist ab und an dabei. 😉
Homer Simpson ist der Inbegriff des dominanten Kommunikationstyps.
Aber auch mit ihm lässt sich effektiv kommunizieren. Suche also in der kommenden Woche deinen persönlichen Homer Simpson und versuche, ein zielführendes Gespräch auf Augenhöhe zu führen.
Oder du probierst das Gespräch zuerst in einem geschützten Rahmen aus. Denn zu wissen, wie man mit einem dominanten Gegenüber kommunizieren sollte, ist eine Sache. In der konkreten Situation ruhig, klar und selbstbewusst zu bleiben, ist oft eine ganz andere.
Genau dabei könnten dich AI-Roleplays unterstützen. In einer KI-gestützten Gesprächssimulation kannst du typische Situationen aus dem Führungsalltag realitätsnah durchspielen und unterschiedliche Reaktionen und Formulierungen ausprobieren. Dein virtuelles Gegenüber reagiert dabei auf deine Gesprächsführung, sodass sich das Gespräch – ähnlich wie im echten Leben – je nach deinem Verhalten unterschiedlich entwickeln kann.
Aber zuerst zu unseren Tipps:
10 Tipps für effektive Kommunikation mit dominanten Gesprächspartner:innen
DO’s
- Konzentriere dich auf Resultate und Lösungen.
- Komm schnell auf den Punkt und vermeide lange Einleitungen und Geplauder.
- Zeige Selbstvertrauen.
- Sei gefasst für unverblümte und (brutal) ehrliche Aussagen.
- Reagiere nicht über.
- Zeige Respekt.
- Schau dem Gegenüber in die Augen und sprich mit fester, klarer Stimme.
DONT’s
8. Nicht vom Thema abschweifen!
9. Fordere das Gegenüber nicht heraus – du würdest verlieren!
10. Mach keine Versprechen, die du nicht halten kannst.
Und jetzt? Übe das Gespräch mit einem dominanten Gegenüber
Die Tipps klingen in der Theorie einfach – doch wie gut funktionieren sie, wenn das Gegenüber tatsächlich dominant auftritt?
Mit unserem AI Roleplay „Feedback with BID“ kannst du genau diese Situation ausprobieren. Du übernimmst die Rolle von Michael, einem Team Leader, und führst ein Feedbackgespräch mit Alex. Alex ist sehr dominant und ergebnisorientiert und übernimmt in Teamdiskussionen regelmäßig das Gespräch.
Deine Aufgabe: Sprich das Verhalten klar und selbstbewusst an, zeige dessen Auswirkungen auf und versuche, gemeinsam eine konkrete Veränderung für zukünftige Teamdiskussionen zu vereinbaren.
Dabei kannst du gleich einige der Tipps aus diesem Artikel anwenden: Kommst du schnell auf den Punkt? Bleibst du selbstbewusst, wenn Alex dominant reagiert? Kommunizierst du klar und respektvoll? Und gelingt es dir, das Gespräch auf eine konkrete Lösung zu lenken?
Was bringt ein AI Roleplay?
Der Vorteil: Ein AI Roleplay schafft einen geschützten Raum zum Ausprobieren. Du kannst schwierige Gesprächssituationen trainieren, ohne dass ein echtes Mitarbeiter:innengespräch davon abhängt. Formulierungen, die beim ersten Versuch nicht funktionieren, kannst du verändern und die Situation erneut ausprobieren.
Gerade bei dominanten Gesprächspartner:innen kann diese Übung helfen, nicht nur zu wissen, was man sagen möchte, sondern auch zu trainieren, wie man in der konkreten Situation reagiert.
Das Roleplay nutzt dabei das BID-Modell – Behavior, Impact, Development. Du trainierst, konkretes Verhalten anzusprechen, dessen Auswirkungen sichtbar zu machen und gemeinsam eine gewünschte Weiterentwicklung zu vereinbaren. So lässt sich der Umgang mit einem dominanten Gegenüber mit einer konkreten Feedbackmethode verbinden.
Du möchtest unser AI Roleplay ausprobieren und dich selber in herausfordernde Simulationen begeben? Kontaktiere uns gerne auf unserer Website und wir kümmern uns um eine maßgeschneiderte Lösung für dich und dein Unternehmen.

Dominik Etzl
MDI Trainer
Dominik Etzl ist Trainer bei der MDI Management Development GmbH. Seine Schwerpunkte liegen auf den Themen digitale Transformation sowie OKR (Objectives & Key Results), agile Führung und laterale Führung.
Sein Ziel ist es, Führungskräfte dabei zu unterstützen, einen wertvollen Beitrag für ihr Umfeld zu leisten: auf individueller, unternehmerischer und gesellschaftlicher Ebene.

Rafael Ungvari
Position
Rafael ist KI-Spezialist bei MDI und beschäftigt sich damit, die Entwicklung von Führungskräften durch künstliche Intelligenz neu zu definieren. Um diese Idee umzusetzen, hat er gemeinsam mit unserem Team das MDI AI Leadership Lab aufgebaut, das als Drehscheibe für das Experimentieren mit und die Anwendung von KI-Lösungen zusammen mit Kund:innen und Trainern dient.
Seine Arbeit baut auf seinem Studium der Wirtschaftsinformatik an der WU Wien auf, wo er betriebswirtschaftliche Perspektiven mit technischem Know-how verbindet, um praktische und zukunftsfähige digitale Lösungen zu entwickeln.

